Am 30. Juli ist in diesem Jahr der Earth Overshoot Day, also der Tag, an dem die Menschheit rechnerisch bereits alle natürlichen Ressourcen verbraucht hat, die die Erde in einem Jahr regenerieren kann. Berechnet wird der Stichtag vom Global Footprint Network. Anders als viele andere Aktionstage rund um Nachhaltigkeit blickt er nicht nur auf den Klimawandel, sondern auf die gesamte ökologische Belastung des Planeten – von CO₂-Emissionen über den Wasserverbrauch bis hin zum Verlust der Biodiversität. Das grüne Außenwerbenetz climAD nimmt diesen Termin zum Anlass für eine deutschlandweite DOOH-Kampagne, an der sich elf nachhaltigkeitsorientierte Marken beteiligen.
Mit dabei sind das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH), every, GLS Bank, Oatly, Ortovox, refurbed, Schwarzwald Tourismus, strollMe, Swapfiets, VAUDE und Voelkel. So unterschiedlich die Motive der einzelnen Marken auch ausfallen, eint sie doch eine gemeinsame Botschaft: Jede Entscheidung für einen verantwortungsvolleren Ressourcenumgang trägt dazu bei, den Earth Overshoot Day langfristig nach hinten zu verschieben. Zu sehen ist die Kampagne vom 22. Juli bis 2. August auf digitalen Screens in 30 Shopping Malls deutschlandweit, unter anderem in Berlin, Hamburg, Köln und München. climAD stellt dafür eine Gesamtreichweite von rund 77 Millionen Kontakten zur Verfügung, was einem Media-Gegenwert von etwa einer Million Euro entspricht. Jede teilnehmende Marke erreicht dabei voraussichtlich rund sieben Millionen Kontakte und profitiert zugleich von der Aufmerksamkeit, die der gemeinsame Auftritt erzeugt.
Wie schon bei früheren Aktionen setzt climAD auch diesmal auf die ökologischen Eigenschaften der eigenen Werbeträger: Dank integrierter Moosfilter auf der Rückseite der digitalen Screens verbessern diese aktiv die Luftqualität, reduzieren Feinstaub und kühlen die Umgebungsluft, ein Effekt, der angesichts der sommerlichen Temperaturen besonders spürbar ist. Für climAD-Geschäftsführer Peter Sänger geht es dabei um mehr als reine Sichtbarkeit: Werbung könne nicht nur Reichweite schaffen, sondern auch direkt positive Veränderungen bewirken, so Sänger, der betont, dass die beteiligten Marken zu den Vorreitern ihrer jeweiligen Branchen zählten.
Auch einzelne Partnermarken ordnen die Aktion in ihre eigene Unternehmensausrichtung ein. Voelkel-Marketingleiter Jannis Meseke verweist etwa auf den Zusammenhang zwischen ökologischer Landwirtschaft, Artenvielfalt und gesunder Ernährung und erklärt, dass das eigene Kampagnenmotiv die Folgen des Insektensterbens für die Biodiversität aufgreife. Bildhafter wird es bei der GLS Bank: Christian Eichbauer, Senior-Referent Marketing bei der Gemeinschaftsbank, beschreibt die natürlichen Ressourcen als eine Art „Konto der Erde“, das ab dem 30. Juli überzogen sei. Passend dazu lautet der deutschlandweite Slogan der GLS Bank für die Kampagne „Die Erde ist im Dispo. Lass es uns ändern!“.
Es ist bereits die zweite gemeinsame Nachhaltigkeitskampagne, die climAD in diesem Sommer mit einem breiten Markenbündnis auf die Straße bringt. Erst im Juni hatte der Vermarkter anlässlich des „ShowYourStripes Day“ eine vergleichbare Aktion realisiert: Neun Marken, darunter Polarstern, edding, HABA, LichtBlick, Gudrun Sjödén, UmweltBank, Ecosia, Tony’s Chocolonely und die EthikBank, nutzten die sogenannten Warming Stripes des Klimawissenschaftlers Ed Hawkins, um die Erderwärmung in Form farbiger Streifen sichtbar zu machen. Auch diese Kampagne lief zwei Wochen lang auf DOOH-Screens in 30 Shopping Malls.
climAD positioniert sich damit zunehmend als Vermarkter, der Aktionstage rund um Klima und Nachhaltigkeit gezielt für kollektive Markenauftritte nutzt und dabei regelmäßig auf dasselbe Format setzt: mehrere thematisch passende Marken, gebündelt auf denselben Screens, mit dem Anspruch, ökologische Botschaften und werbliche Reichweite miteinander zu verbinden.