Datenpartnerschaft: Weischer beteiligt sich strategisch an Erason

© Weischer

Die Mediengruppe Weischer geht eine strategische Beteiligung an der Marktforschungsplattform Erason ein und verzahnt damit ihre Media- und Mobilitätsdaten-Kompetenz mit AIlon, der Zielgruppen-Intelligenz-Lösung des Unternehmens.

Hintergrund ist ein branchenweites Problem: Bis zu 56 Prozent des deutschen Werbebudgets, umgerechnet 24,7 Milliarden Euro, gelten als vermeidbarer Streuverlust. Neben technischen Ursachen wie Bots und Fraud betrifft das vor allem Werbung, die zwar Kontakte erzielt, aber die falschen Menschen erreicht. Genau hier soll die Kombination aus Weischers Reichweiten- und Standortwissen und Erasons Marktforschungskompetenz ansetzen.

„Wir kennen die Ausspielung über alle Mediengattungen hinweg wie kein anderer. Von Out-of-Home über Cinema bis Social und CTV wissen wir, wo und wie wir die Menschen wirklich erreichen“, erklärt Udo Schendel, Geschäftsführer von Weischer. Erason-Mitgründer Niklas M. Mrutzek ergänzt, dass fehlendes Wissen darüber, wer hinter einer Zielgruppe steckt, den Kern des Relevanzproblems ausmache. Genau diese Lücke wolle AIlon schließen, indem Marktforschungsdaten mit realen Kampagnendaten verknüpft werden.

Die Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen besteht bereits seit mehreren Jahren, unter anderem bei der Weiterentwicklung von AIlon mit Geo- und Standortdaten von Weischer. Für DOOH-Kampagnen ist das ein relevanter Datenpunkt, da Standortinformationen zu den zentralen Steuerungsgrößen digitaler Out-of-Home-Werbung zählen. Mit der jetzigen Beteiligung soll diese Kooperation auf eine neue Stufe gehoben werden.

Im Zentrum der vertieften Partnerschaft stehen drei Themenfelder: ein tieferes KI-gestütztes Verständnis von Zielgruppen, ein transparenter Umgang mit Daten anstelle von Blackbox-Targeting sowie messbar wirksamere Kampagnen. Technisch verbindet AIlon umfragebasierte Marktforschung mit Kampagnen- und Verhaltensdaten; über das Modul SYNQ lassen sich zusätzlich Kundendaten aus CRM-Systemen, Marktstudien oder Kampagnen-Tracking in individuellen Daten-Hubs bündeln. Laut Unternehmensangaben ermöglicht dieser Ansatz eine um 70 Prozent schnellere Operationalisierung komplexer Zielgruppen, zwei- bis dreifach gesteigerte Klickraten sowie 30 bis 50 Prozent geringere Cost per Action.

Weischer betont, sich als Partner und nicht als Wettbewerber bestehender Agenturen und Netzwerke zu verstehen. Diese sollen weiterhin Zugriff auf die Zielgruppen-Intelligenz und Aktivierungstechnologie erhalten, ohne eigene Entwicklungsinvestitionen und ohne Exklusivitätsbindung. „Wir wollen niemandem etwas wegnehmen, sondern allen Beteiligten mehr Substanz geben“, so Schendel. „Ob Netzwerkagentur oder Werbungtreibender: Wer mit uns zusammenarbeitet, bekommt Zugang zu einer Datenintelligenz, die vorher nicht verfügbar war – und das ohne eigenes Invest.“

Perspektivisch soll die gemeinsame Daten- und Technologiekompetenz gruppenweit zum Einsatz kommen – von Weischer.OOH über Weischer.Cinema und Weischer.Connect bis hin zu The Ranch. „Unser Anspruch ist klar: In wenigen Jahren soll bei Weischer keine Kampagne mehr ohne AIlon geplant werden“, sagt Schendel.

www.weischer.net

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