Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat sich mit Ströer und der Werbeagentur Grabarz & Partner zusammengetan, um mit einer Digital-Out-of-Home-Kampagne gezielt auf unterschätzte Gefahren im Wasser hinzuweisen. Im Fokus der Ansprache stehen Männer, die laut DLRG-Statistik rund 80 Prozent der Ertrinkungsopfer in Deutschland stellen. In den Sommermonaten liegt der Anteil oft noch höher.
Die Kreation verzichtet bewusst auf schockierende Bilder. Über die Headline-Mechanik „Nicht im Bild…“ verlagert sich das eigentliche Drama in die Vorstellung der Betrachtenden. Thematisiert werden die häufigsten Unfallursachen: Unwissenheit, Übermut und Selbstüberschätzung, oft verstärkt durch Alkohol.
Den DOOH-Kanälen kommt dabei eine strategische Rolle zu: Ströer spielt die Motive regional passgenau und temperaturgesteuert aus, ab einer Außentemperatur von über 27 Grad. So erreicht die Kampagne die Zielgruppe genau dann und dort, wo das Unfallrisiko steigt, und spricht laut Ströer-CEO Alexander Stotz im öffentlichen Raum eine breite Öffentlichkeit an, ohne die Filterblase sozialer Netzwerke.
Anlass ist eine besorgniserregende Zwischenbilanz: Nach DLRG-Zählung kamen in den ersten sieben Monaten 2026 mindestens 261 Menschen in deutschen Gewässern ums Leben, 15 mehr als im Vorjahreszeitraum. Allein zwischen Anfang Mai und Ende Juli ertranken 189 Menschen – der höchste Wert für diesen Zeitraum seit 2019. Besonders auffällig: Im Juni waren alle 40 Todesopfer männlich, 45 Prozent davon nicht älter als 30 Jahre.