Der Markt für programmatisches Digital-Out-of-Home wächst in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiterhin deutlich. Das bestätigen aktuelle Zahlen der Demand-Side-Plattform Displayce für den Zeitraum vom 1. Januar bis 29. Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden 461 Kampagnen aktiviert, ein Plus von 136 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der ausgespielten Impressions stieg auf 1,01 Milliarden, das sind 139 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit 80,2 Prozent aller Aktivierungen bleibt Deutschland der mit Abstand größte Markt der Region und verzeichnete zugleich den stärksten Zuwachs von 223,5 Prozent gegenüber 2025.
Der stärkste Monat des Betrachtungszeitraums war der Juni 2026, in dem die Ausgaben gegenüber dem Vorjahresmonat um 312 Prozent zulegten, passend zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft. Noch deutlicher fiel der Anstieg bei kontextuellen Triggern aus: Die Ausgaben für Kampagnen, die auf Faktoren wie Wetter oder Flughafendaten reagieren, stiegen um 1.290 Prozent gegenüber 2025.
Auch beim Targeting nach Points of Interest (POI) zeigt sich ein deutlicher Trend: 18 Prozent der Kampagnen nutzten POI-Targeting, gegenüber lediglich 0,5 Prozent im Vorjahr.
Bei den Einkaufsmodellen zeigt sich ein ausdifferenziertes Bild: 34,5 Prozent der Kampagnen setzten ausschließlich auf Always-On Deals, 26,1 Prozent auf Private Non-Guaranteed Deals und 20,1 Prozent auf Programmatic Guaranteed.
Lokale Aktivierung, hohe Marktautonomie
Der DACH-Markt kauft überwiegend lokal ein: 80 Prozent der Kampagnen wurden von Agenturen in ihrem jeweiligen Heimatmarkt aktiviert. Deutsche, österreichische und Schweizer Agenturen buchen also vorrangig Inventar in der eigenen Region. Nach Deutschland folgen die Schweiz (11,2 %) und Österreich (8,6 %) bei der geografischen Verteilung der Aktivierungen. Bei den Ausgaben führen die Städte Berlin (2,34 Mio. Euro), Hamburg (1,66 Mio. Euro) und München (1,27 Mio. Euro).
Der Grad der Selbststeuerung nimmt weiter zu: 98,9 Prozent der Kampagnen wurden im Self-Service-Modus aktiviert, ein Plus von 5,6 Prozentpunkten gegenüber 93,3 Prozent im Jahr 2025.
Urban Panels und Finanzbranche vorn
Bei den bespielten Umfeldern liegen Urban Panels mit 29,9 Prozent an der Spitze, gefolgt von Wartehäuschen (21,1 %), Bahnhöfen (12 %), der U-Bahn (10,1 %) und Einkaufszentren (5,4 %). Unter den werbetreibenden Branchen führt der Finanzsektor mit 25,3 Prozent vor FMCG (23,6 %), Luxus (12,3 %), Einzelhandel/E-Commerce (11 %) und Automobil (7,4 %).
Bei den Media-Ownern liegen WallDecaux und Ströer an der Spitze, gefolgt von Media Frankfurt, Eisbach.media und Gewista.