Ströer hat seine positive operative Entwicklung auch im zweiten Quartal 2026 fortgesetzt und untermauert damit den Wachstumskurs des ersten Halbjahres. Der Konzernumsatz stieg in den ersten sechs Monaten organisch um 2,7 Prozent auf 1.037 Millionen Euro, nach 980 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Reportet lag das Umsatzwachstum bei rund 6 Prozent. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung bleibt das Kernsegment OoH Media, das sowohl organisch als auch reportet um rund 8 Prozent auf 491 Millionen Euro zulegte. Auch das Segment Digital & Dialog Media leistete mit einem organischen Plus von 5,4 Prozent (reportet 14,4 Prozent) einen wichtigen Wachstumsbeitrag. Demgegenüber verzeichnete das Segment DaaS & E-Commerce mit rund 156 Millionen Euro einen Rückgang gegenüber den 176 Millionen Euro des Vorjahreshalbjahres.
Auf Ergebnisebene zeigt sich ein ähnlich positives Bild: Das bereinigte EBITDA wuchs um drei Prozent auf 273 Millionen Euro, das bereinigte EBIT um sechs Prozent auf 115 Millionen Euro. Das bereinigte Konzernergebnis verbesserte sich um 7 Prozent auf 56 Millionen Euro.
„Besonders OoH Media entwickelte sich nachhaltig positiv und Digital Out of Home ist mit einem Umsatzplus von 19 Prozent zentraler Wachstumstreiber unseres Kerngeschäfts. Damit können wir die vergleichbar schwächere Dynamik in unseren Nicht-Kerngeschäftsbereichen kompensieren“, kommentiert CEO Udo Müller die Entwicklung.
Digital Out of Home als zentraler Wachstumsmotor
Im Segment OoH Media stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 8,0 Prozent von 455 auf 491 Millionen Euro. Haupttreiber war erneut Digital Out of Home mit einem Umsatzplus von 18,5 Prozent in den ersten sechs Monaten. Der Servicebereich legte sogar um 26,7 Prozent zu, während der klassische OOH-Umsatz leicht unter dem Vorjahreswert blieb. Das bereinigte EBITDA des Segments erhöhte sich um 10,3 Prozent auf 224 Millionen Euro.
Im Segment Digital & Dialog Media verbesserte sich der Umsatz um 14,4 Prozent auf 476 Millionen Euro. Der Digitalbereich wuchs um 2,6 Prozent auf 208 Millionen Euro, während der Dialogbereich mit 267 Millionen Euro organisch um 8,0 Prozent und reportet um 25,5 Prozent zulegte. Das bereinigte EBITDA des Segments lag mit rund 57 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 59 Millionen Euro – eine Entwicklung, die Ströer auf einen veränderten Produktmix sowie gestiegene Personalkosten infolge höherer Mindestlöhne im personalintensiven Dialoggeschäft zurückführt.
Das Segment DaaS & E-Commerce blieb mit einem Umsatz von 156 Millionen Euro hinter dem Vorjahr zurück. Bei Statista sank der organische Umsatz um 4,4 Prozent auf 72 Millionen Euro, während Asam angesichts der weiterhin verhaltenen Konsumnachfrage in Deutschland einen Umsatzrückgang auf rund 83 Millionen Euro verzeichnete. Das bereinigte EBITDA des Segments halbierte sich nahezu auf rund 11 Millionen Euro (H1 2025: 20 Millionen Euro).
Für das dritte Quartal erwartet Ströer im Segment OoH Media ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, für Digital & Dialog Media eine Größenordnung vergleichbar mit dem zweiten Quartal. Im Segment DaaS & E-Commerce rechnet der Konzern mit einem Umsatzrückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Den Ausblick für das Gesamtjahr 2026 bestätigt Ströer vor diesem Hintergrund unverändert.