GroupM erwartet in 2022 deutliches Wachstum für Werbemarkt

Trotz Krieg in der Ukraine, hoher Inflation und drohender Rezession: In ihrem soeben erschienenen Bericht “This Year, Next Year” gibt die GroupM weiterhin optimistische Prognosen für den Werbemarkt 2022 ab. So sollen laut dem “2022 Global Mid-Year Forecast” die Werbeumsätze in diesem Jahr um 8,4 Prozent steigen (ohne politische Werbung in den USA). Damit liegen die Einschätzungen nur etwas niedriger als im Dezember 2021. Obwohl die Verbraucherpreisinflation in den von der GroupM abgedeckten Märkten in diesem Jahr durchschnittlich fast 7 Prozent betragen wird, sieht die WPP-Tochter also keine bedrohliche wirtschaftliche Lage. Der Grund sind Lohnzuwächse, hohe Ersparnisse und hohe Verbraucherausgaben mit einer gleichzeitig niedrigen Arbeitslosenquote.

In vielen Märkten sind die Erwartungen für 2022 mittlerweile sogar höher als im Dezember, obwohl für China derzeit ein deutlich langsameres Wachstum im niedrigen einstelligen Bereich erwartet wird als in früheren Prognosen. In den nächsten fünf Jahren wird für viele Märkte ein Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich erwartet: So werden Frankreich, Deutschland (+9,1 Prozent), Brasilien und Kanada voraussichtlich im hohen einstelligen Bereich wachsen. Die USA, Australien und das Vereinigte Königreich werden eher im mittleren einstelligen Bereich wachsen. Eine Ausnahme bildet Indien, wo ein zweistelliges Wachstum erwartet wird.

Bei den einzelnen Mediengattungen zählt weiterhin Digital zu den Siegern: Laut GroupM soll Digital um 11,5 Prozent wachsen. Insgesamt macht die digitale Werbung auf reinen Plattformen (ohne die digitalen Erweiterungen traditioneller Medien und ohne politische Werbung in den USA) in diesem Jahr 67 Prozent des Gesamtvolumens der Branche aus, 2027 dürfte der Anteil sogar bei 73 Prozent liegen. Die rasante Entwicklung von Digital wird in der Rückschau deutlich: Noch vor fünf Jahren kam Online auf einen Anteil von 43 Prozent und vor zehn Jahren auf 20 Prozent.

Währenddessen erholt sich die Außenwerbung weiter und nähert sich in den meisten Teilen der Welt dem Niveau von vor der Pandemie an. Insgesamt prognostiziert GroupM dem Sektor Out of Home für 2022 einen leichten Rückgang, was allerdings ausschließlich auf die derzeitige Schwäche in China zurückzuführen ist. Ohne China dürfte sich das Plus von OOH auf 14,3 Prozent belaufen. Dabei macht Digital Out of Home mit einem Anteil von fast einem Drittel weiterhin den Großteil des Wachstums aus. 2024 soll das Volumen von OOH die Umsätze von 2019 übersteigen.

www.groupm.com, www.wuv.de

 

 

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