Weltweite pDOOH-Studie: WOO beziffert Marktvolumen erstmals auf 1,339 Milliarden Dollar

©JCDecaux

Die World Out of Home Organization (WOO) hat mit der „WOO Global pDOOH Expenditure Study 2026“ nach eigenen Angaben eine belastbare, angebotsseitige Bezifferung des globalen programmatischen DOOH-Marktes vorgelegt. Demnach erreichte programmatisches Digital Out-of-Home (pDOOH) im Jahr 2025 weltweit ein Volumen von 1,339 Milliarden US-Dollar. Das entspricht 7,0 Prozent der globalen DOOH-Gesamtausgaben. Die Studie wurde von PricewaterhouseCoopers (PwC) unabhängig aggregiert und umfasst Daten aus mehr als vierzig Märkten in Amerika, EMEA und Asien-Pazifik.

Zwölf Supply-Side-Plattformen lieferten für die Erhebung vertrauliche, marktbezogene Umsatzdaten direkt an PwC. Für WOO-Präsident Tom Goddard ist allein diese Beteiligung schon ein Erfolg: Sie zeige das Engagement der Branche für mehr Transparenz.

Deutschland mit weltweit höchster Penetrationsrate

Regional zeigt sich ein deutliches Gefälle zwischen Marktvolumen und programmatischer Durchdringung. Die USA sind mit 545,5 Millionen Dollar der weltweit größte pDOOH-Einzelmarkt, kommen aber nur auf eine Penetrationsrate von 15,9 Prozent. Deutschland liegt beim Volumen zwar deutlich dahinter, führt aber die globale Rangliste bei der Penetration mit 31,8 Prozent an – fast doppelt so hoch wie in den USA. Auch Belgien (25,5 Prozent) und Frankreich (16,7 Prozent) platzieren sich unter den Top 5 der programmatischen Durchdringung.

Regional teilt sich der Markt wie folgt auf:

  • Amerika: 667 Millionen Dollar, 14,1 Prozent Penetration. Kanada folgt mit 73,1 Millionen Dollar (15,0 Prozent) auf Platz fünf weltweit.
  • EMEA: 521 Millionen Dollar, 9,4 Prozent Penetration. Westeuropa kommt auf 346,7 Millionen Dollar bei 21,3 Prozent Penetration.
  • Asien-Pazifik: 151 Millionen Dollar, 1,7 Prozent Penetration. Australien/Neuseeland (92,3 Millionen Dollar) stellt allein 61 Prozent der APAC-Ausgaben.

Als größtes strukturelles Wachstumspotenzial identifiziert die Studie Ostasien: Japan, Südkorea und China verfügen zusammen über eine DOOH-Basis von 7,3 Milliarden Dollar, die programmatisch bislang nur zu 0,6 Prozent erschlossen ist.

Global entfallen 75,7 Prozent der pDOOH-Ausgaben (1,014 Milliarden Dollar) auf Private-Marketplace-Deals (PMP). Programmatisches DOOH wird also überwiegend über kuratierte Auktionen zwischen ausgewählten Käufern und Verkäufern gehandelt, nicht über offene Exchanges. OOH-spezialisierte DSPs wie Broadsign, DAX, Vistar Media, VIOOH und Hivestack by Perion kommen zusammen auf 65,5 Prozent des globalen Umsatzes (877 Millionen Dollar).

Charles Parry-Okeden, VP & Global Lead Audience Measurement & Data bei WOO, wertet die Studie als „echten Meilenstein“: Sie liefere erstmals eine belastbare globale Baseline, von der aus sich die Branche weiterentwickeln könne – von der Diskrepanz zwischen Volumen und Penetration bis zur ungenutzten Chance in Ostasien.

worldooh.org/global-pdooh-market

Auch abseits der Ad-Spend-Zahlen zeigt sich Wachstum: Der globale Hardware-Markt für DOOH-Screens soll laut Brilloquity Analytics zwischen 2026 und 2033 jährlich um 10 Prozent zulegen – getrieben von Urbanisierung, besserer Displaytechnologie und wachsender Nachfrage nach datengetriebener Außenwerbung. Besonders dynamisch entwickelt sich demnach der Einzelhandel, während bei den Herstellern Samsung, LG, Philips und Daktronics den Markt anführen. Die Wachstumsrate deckt sich mit Schätzungen anderer Marktforscher (9,5 bis 12,3 Prozent) und bestätigt damit auch aus Hardware-Sicht den Aufwärtstrend, den WOO für die Werbeausgaben ausweist – auch wenn Screen-Absatz und Ad-Spend nicht direkt vergleichbar sind.

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