DOOH am Wendepunkt: Retail Media, Iconic und Flughäfen auf dem DSS 2026 in München

Wenn sich die DOOH- und Digital Signage-Branche am 20. und 21. Mai zum Digital Signage Summit (DSS) 2026 in München trifft, steht DooH vor dem nächsten großen Entwicklungsschritt. KI, Sensorik und Edge AI verändern derzeit grundlegend, wie digitale Werbenetzwerke geplant, betrieben und vermarktet werden.

Das Programm des DSS 2026 spiegelt diesen Wandel wider. Ob Retail Media, ikonische Stadtbild-Screens oder Flughafeninstallationen – die Konferenz zeigt, wie stark sich DOOH derzeit technologisch, strategisch und gestalterisch neu definiert.

Retail Media und DooH: Zwei Welten oder doch dieselbe Branche?

Kaum ein Thema wird in der Signage- und Werbewelt derzeit intensiver diskutiert als In-Store Retail Media. Trotz des anhaltenden Booms fehlt es aber weiterhin an klaren Standards und einheitlichen Strukturen. Schon die Definition von Retail Media unterscheidet sich von Markt zu Markt – ebenso wie die Strategien der Händler beim Aufbau und der Vermarktung ihrer Netzwerke. Manche setzen auf klassische DOOH-Expertise und externe Vermarkter, andere holen sämtliche Kompetenzen ins eigene Haus. Genau hier setzt auf dem DSS 2026 das Panel „Retail Media isn’t DOOH – so why do so many treat it that way?“ an.

Denn die Diskussion geht weit über Begrifflichkeiten hinaus. Wer Impressions auf einem Roadside Billboard verkauft, bewegt sich in einer völlig anderen Welt als Betreiber eines datengetriebenen, shopper-zentrierten Displaynetzwerks im Supermarkt. Die zentrale Frage lautet deshalb: Können klassische DOOH-Player diese Komplexität überhaupt beherrschen?

Die Diskussion auf dem DSS will den Blick darauf richten, wie zukunftsfähige Retail-Media-Netzwerke tatsächlich aufgebaut werden müssen. Mit auf dem Panel sind:

  • Christian-Georg Siebke – CEO, TV-Wartezimmer
  • Pontus Meijer – CEO, Visual Art
  • Franck Racapé – Head of Strategy and Development, Iagona

Der Wettlauf um ikonisches DOOH

Sorgt in Delhi für Aufsehen: Der „Social Tree“ von Skycom.

Deutschland hat vielleicht noch keine eigenen Piccadilly Lights – aber der Anspruch wächst sichtbar. Immer größere LED-Installationen prägen inzwischen die Diskussion rund um urbane Außenwerbung. Screens mit 100, 200 oder sogar über 300 Quadratmetern werden zunehmend auch in Deutschland Realität – und die Branche beobachtet aufmerksam, wohin sich dieser Trend entwickelt. Das DSS-Panel „When Screens Become Landmarks: The Battle for Iconic DOOH“ wirft deshalb einen Blick auf internationale Märkte und die Frage, wie digitale Screens selbst zu architektonischen Wahrzeichen werden können.

Besonders eindrucksvoll ist dabei das Beispiel aus Delhi: der „Social Tree“ von Skycom. Entwickelt unter der Leitung von Shekar Rao, kombiniert die Installation vier LED-Flächen auf einer baumartigen, illuminierten Struktur, die speziell für immersive Erlebnisse, Markenaktivierungen und interaktive Formate konzipiert wurde. Gemeinsam mit Shekar Rao sitzt Christopher Samsinger auf dem Panel, der seit seinem Amtsantritt bei Ocean Outdoor Germany daran arbeitet, auch in Deutschland neue Maßstäbe für ikonische Außenwerbung zu setzen.

Flughäfen: Die Premium-DOOH-Arena

Ein weiterer Schwerpunkt des DSS 2026 liegt auf Flughäfen – einem der spannendsten und zugleich anspruchsvollsten Einsatzorte für DOOH. Kaum ein Umfeld verbindet Premium-Atmosphäre, hohe Aufenthaltsdauer und internationale Zielgruppen so stark wie Airports. Und doch gilt Airport Media in vielen Bereichen noch immer als überraschend konservativ. Genau dieser Widerspruch steht im Mittelpunkt des Panels „Airport DOOH: From media inventory into moment making machines“.

Diskutiert wird unter anderem, warum viele Flughafeninstallationen weiterhin eher klassische Werbeflächen bleiben – und weshalb es der Branche noch schwerfällt, wirklich spektakuläre, emotionale und interaktive Erlebnisse zu schaffen. Das Panel beleuchtet einige der mutigsten Airport-Installationen weltweit, aber auch die größten verpassten Chancen der Branche. Gemeinsam mit Florian Rotberg von invidis diskutieren:

  • Cornelius Bodhamer, Managing Director – Ben Hur
  • Vedran Pušić, Group CEO – Info Media Group
  • Hermond Boghosian, Service Owner Digital Signage & DOOH – Flughafen Wien
  • Nils Detje, Product Manager dvLED – Sharp

DOOH definiert sich neu

Alle diese Diskussionen verbindet letztlich eine übergeordnete Erkenntnis: DOOH ist heute weit mehr als ein Werbekanal. Die Branche entwickelt sich zunehmend zu einem komplexen Technologie-Ökosystem. Ob Retail Media, urbane Wahrzeichen oder Airport Experiences: Der DSS 2026 zeigt eine Branche, die sich gerade grundlegend neu erfindet – und intensiv darüber diskutiert, wie die nächste Generation digitaler Kommunikation im öffentlichen Raum aussehen wird.  Hier geht es zur Registrierung.

 

Diesen Post teilen