In der Rubrik „IDOOH Tool-Box“ stellen wir regelmäßig neue Tools im Bereich DOOH vor. Diesmal: Die Retail-Media-DS-Software „kompas connect“.
Was kann das Tool „kompas connect“?
„Kompas connect“ ist eine auf Retail Media spezialisierte Digital-Signage-Software des Kölner Unternehmens dimedis. Stationäre Händler sollen damit ihre digitalen Flächen als Werbeträger relativ einfach vermarkten können. Dazu werden sie an die Retail Media Plattform der One Tech Group angebunden und damit auch an die integrierte Supply-Side-Plattform SSP1. Retailer sollen so ihre digitalen Touchpoints innerhalb kurzer Zeit technisch anbinden und monetarisieren können. Dimedis spricht davon, dass vom Aufbau bis zur ersten Werbeausspielung weniger als eine Stunde vergeht.
Was unterscheidet es von der bisherigen Software „kompas“?
„Kompas connect“ ist eine schlankere Version der Digital-Signage-Software „kompas“ und wurde speziell für Retail Media entwickelt. Zahlreiche redaktionelle Funktionen wurden bewusst reduziert, damit das System möglichst stabil und wartungsarm läuft.
Wie viele Screens sind aktuell daran angebunden?
Derzeit noch keine. Erste Rollouts mit Partnern sind in Vorbereitung.
Wer kann das Tool nutzen?
Händler und Betreiber digitaler Netzwerke, die ihre In-Store-Screens als Werbeflächen programmatisch vermarkten möchten.
Für welche Branchen und Unternehmen ist das Tool interessant?
Interessant ist es für Handelsumfelder mit Werbeflächen am POS, etwa Supermärkte, Drogerien, Möbelhäuser, Baumärkte und Apotheken. Auch Malls, Fachmärkte und filialisierte Retail-Konzepte könnten von der schnellen Inbetriebnahme und der programmatischen Buchbarkeit profitieren. Das Tool könnte auch für Messeveranstalter und Messegesellschaften infrage kommen, die ihre digitalen Werbeflächen vermarkten und flexibel steuern möchten.
Welche technischen Voraussetzungen braucht man, um das Tool nutzen zu können?
Benötigt werden gängige Digital-Signage-Player mit einem Internetzugang, egal ob auf Linux, Samsung Tizen oder Android. Die Einrichtung erfolgt per QR-Code oder automatisiertem Import. Caching, Auto-Updates und Selbstheilungsmechanismen sollen für einen stabilen Dauerbetrieb sorgen.
Wie unterscheidet sich das Pricing-Modell von „kompas connect“ von klassischen Digital Signage SaaS-Lösungen?
Im Gegensatz zu klassischen DS-Pricing-Modellen, bei denen pro Lizenz ein fixer SaaS-Betrag abgerechnet wird, orientiert sich „kompas connect“ an der tatsächlichen Performance und Auslastung des Netzwerks. Das Pricing ist damit business-orientiert und nicht linear. Die Preisstruktur wird gemeinsam mit den Ziel- und Schwellenwerten des Kunden definiert. Damit sind die monatlichen Lizenzkosten in der Anfangsphase, wenn die Auslastung des zu vermarktenden Netzwerks noch gering ist, vergleichsweise niedrig. Mit zunehmender Auslastung und steigendem Umsatz des Netzwerks steigen dann die Preise.
Welche Rolle spielt die One Tech Group?
Die One Tech Group liefert mit der One Tech Platform und der SSP1 die programmatische Vermarktungs- und Buchungslogik. Sie empfängt Inventardaten aus „kompas connect“, synchronisiert Verfügbarkeiten und steuert Kampagnen in Echtzeit.
Welchen Part hat dimedis?
Das Unternehmen dimedis hat „kompas connect“ entwickelt, stellt die Software bereit und verantwortet die technische Grundlage für die automatische Einbindung und Ausspielung von Inhalten. Das System übernimmt Enrollment, Monitoring, Auto-Updates, Self-Healing und Fallback-Logik.
Wurden bereits Kampagnen damit umgesetzt?
Noch nicht. Derzeit befindet sich das Tool mit einigen Kunden in der Planungsphase. Erste Kampagnen sollen in den kommenden Wochen kommen.
In welchen Märkten steht das Tool zur Verfügung?
In Deutschland steht das Tool ab sofort allen Unternehmen zur Verfügung, die ihre digitalen Flächen als Retail- oder Commerce-Media-Werbeträger vermarkten möchten.