UNICEF im DOOH-Check: Wie DOOH zur Entstigmatisierung beiträgt

Ströer und UNICEF machen in einer neuen, interaktiven Kampagne auf die mentale Gesundheit von Jugendlichen aufmerksam. Die Hauptrolle spielt DOOH – aus gutem Grund, erklärt Agnieszka Szczepanska, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit Kinder in Deutschland, im Interview für unseren DOOH-Check.

Wie geht es den Jugendlichen in Deutschland? Diese Frage steht im Mittelpunkt der neuen Kampagne von UNICEF und Ströer „#fühlICH.“ Denn viele Jugendliche haben mit belastendenden Gefühlen rund um Selbstwert, Druck, Ängste, Herausforderungen im familiären Umfeld und Einsamkeit zu kämpfen. Dem aktuellen „Deutschen Schulbarometer“ der Robert Bosch Stiftung zufolge haben 25 Prozent der Schüler:innen psychische Belastungen. Das Problem: Viele Jugendliche wissen nicht, wo es Hilfe gibt. Das möchten UNICEF und Ströer ändern – mit einer ungewöhnlichen Aktion, bei der DOOH die Hauptrolle spielt: Eine Mitmachkampagne auf Infoscreens mit digitalem Stimmungsbarometer lädt die Jugendlichen ein, über einen QR-Code mitzuteilen, wie es ihnen geht. Aus den Rückmeldungen entsteht ein Stimmungsbild, das sich kontinuierlich aktualisiert und auf den Ströer-Infoscreens sowie online auf der Kampagnen-Website ausgespielt wird. So wird sichtbar, welche Themen junge Menschen aktuell bewegen – und dass sie mit diesen Gefühlen nicht allein sind. Wir haben nachgefragt.

Frau Szczepanska, warum haben Sie sich bei der Kampagne bewusst für DOOH als zentrales Medium entschieden – gerade auch im Hinblick auf die jüngeren Zielgruppen, diehier angesprochen werden?

Außenwerbung in Form von DOOH erreicht täglich Millionen Menschen im öffentlichen Raum. Wie viele Erwachsene sind auch Jugendliche im öffentlichen Raum unterwegs, die Kampagne begegnet ihnen in ihrem Alltag zum Beispiel auf Straßen oder an Bahnhaltestellen. So können wir eine breite Aufmerksamkeit für wichtige Themen wie mentale Gesundheit von Jugendlichen schaffen. Bei der aktuellen Kampagne werden Jugendliche animiert, über einen QR-Code mitzumachen und ein Stimmungsbild abzugeben, wie es ihnen gerade geht.

Seit 2021 setzt sich Ströer gemeinsam mit UNICEF Deutschland dafür ein, die Kinderrechte bekannter zu machen und zur Unterstützung der weltweiten Hilfe für Kinder in Not aufzurufen. Nach der bundesweiten Kinderrechte-Kampagne in den Jahren 2022, 2023 und 2024 steht seit 2025 das Thema mentale Gesundheit im Mittelpunkt. Ströer stellt die entsprechenden Vermarktungsflächen mit großer Reichweite auf pro-bono-Basis bereit.

Jugendlichen im Alltag und ohne Algorithmus-Filter begegnen

Was kann DOOH bei sensiblen Themen wie mentaler Gesundheit leisten, vielleicht sogar besser als Social Media? Welche Rolle spielt der öffentliche Raum für die Wahrnehmung solcher Themen?

Eine Kampagne mit DOOH kann Menschen erreichen, die sich vorher nicht oder nur wenig mit dem Thema mentale Gesundheit beschäftigt haben und so zur Entstigmatisierung des Themas beitragen. In Social-Media sind die Inhalte oft algorithmisch gefiltert und Inhalte werden je nach persönlichem Interesse ausgespielt. Nicht jeder folgt Mental-Health-Formaten und sucht Hilfe und Informationen zu dem Thema direkt. DOOH erreicht die Menschen im Alltag in verschiedenen Situationen und macht sie auf ein Thema aufmerksam, mit dem sie sich vielleicht sonst nicht beschäftigt hätten.

Neben den DOOH-Screens wurde die Kampagne auch auf den Social-Media-Kanälen von UNICEF Deutschland – etwa auf Instagram und TikTok – begleitet, um Jugendliche direkt auf den Plattformen zu erreichen, auf denen sie sich täglich bewegen. Eine Landingpage weist darüber hinaus auf weiterführende Informationen zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten hin.

Haben Sie schon erstes Feedback, wie die Aktion ankommt und wie die QR-Codes genutzt werden? Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Kampagne läuft zurzeit noch. Bisher ist die Beteiligung sehr gut. Die Ergebnisse werden für die Weiterentwicklung der Kampagne eine Rolle spielen.

Welche Rolle spielt DOOH sonst bei UNICEF – und welche Rolle übernimmt es im Mediamix?

Seit mehreren Jahren unterstützt Ströer u.a. mit seinen Außenmedien auf vielfältige Weise die Arbeit von UNICEF. 2021 ist daraus eine strategische Kooperation hervorgegangen, mit dem Ziel, die Öffentlichkeit sowie andere Partner und Akteure aufmerksamkeitsstark über die Kinderrechte zu informieren und zur Unterstützung für die UNICEF-Programme zu motivieren. Im Fokus der Kooperation steht die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Kampagnen zugunsten der Kinderrechte in Deutschland, die durch DOOH eine beindruckende Reichweite und hohe Sichtbarkeit bekommen – so wie ebenfalls unsere Nothilfe-Themen.

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