BVDW-Umfrage: Deutschland ist auf das Metaverse nicht vorbereitet

Droht Deutschland, den Anschluss an das Trendthema Metaverse zu verpassen? Diesen Schluss legen zumindest die Ergebnisse der jüngsten Umfrage des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) unter 111 Fach- und Führungskräften von Unternehmen und Dienstleistern nahe: Zwar meint die Mehrheit der Befragten, dass das Metaverse für Wirtschaft (53 Prozent), Gesellschaft (56 Prozent) und Kultur (60 Prozent) in Zukunft relevant beziehungsweise sehr relevant werden werden. Dennoch ist Deutschland laut 82 Prozent der Entscheider und Entscheiderinnen grundsätzlich nicht auf das neue digitale Ökosystem vorbereitet.

Dabei zeigt die Umfrage eindeutig, dass mit dem Metaverse deutlich mehr Chancen als Risiken verbunden werden: Demnach prognostizieren 78 Prozent ganz neue Möglichkeiten für den e-Commerce, 65 Prozent sehen in Metaverse einen Wachstumsmotor für die gesamte Wirtschaft, da ein gänzlich neuer Markt erschlossen werden kann, und 63 Prozent erwarten neue Impulse im Recruiting. Demgegenüber stehen das Investitionsrisiko (59 Prozent) und die Angst vor der fehlenden Nachhaltigkeit: 56 Prozent befürchten, das Metaverse sei nur ein kurzfristiger Trend.

Ebenso eindeutig fällt die Antwort auf die Frage aus, ob das Metaverse einen Einfluss auf das eigene Leben haben wird: Fast jede/r Zweite (49 Prozent) ist davon überzeugt, dass es das eigene Leben prägen wird, während 14 Prozent bei diesem Thema noch unentschlossen sind. Mit 37 Prozent antworteten lediglich etwas mehr als ein Drittel der Befragten auf diese Frage mit einem Nein.

Ganz anders ist das Bild in Asien: Laut BVDW investieren Metropolen wie Shanghai und Länder wie Südkorea bereits dreistellige Millionenbeträge in die Metaverse-Wirtschaftsförderung.

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